FamSurg-Preis 2017

Hamburg, Dezember 2017. In diesem Jahr wurde der FamSurg-Preis, gestiftet von KARL STORZ, zum fünften Mal an zwei erfolgreiche Chirurginnen verliehen. Es war uns auch in diesem Jahr eine besondere Freude die Bewerbungen erfolgreicher Chirurginnen zu lesen, die allesamt Rollenmodelle für den weiblichen Nachwuchs darstellen. 

Über den Preis freuen sich in diesem Jahr: Frau Professorin Dr. Nada Rayes und Frau Dr. Birte Kulemann. Beide erhalten ein Preisgeld von je € 2.500,-.

Die Preise wurden am 01. Dezember 2017 von Herrn Professor Dr. Markus Kleemann in Vertretung für Professor Dr. Tobias Keck, den Leiter der Klinik für Chirurgie (UKSH, Campus Lübeck), am Festabend der 200. Tagung der Vereinigung Norddeutscher Chirurgen übergeben.

Professorin Dr. Nada Rayes
Frau Professorin Rayes schloss 2000 am Campus Virchow Klinikum an der Charité ihre Facharztausbildung ab und wurde dort 2005 Oberärztin. Frau Prof. Rayes habilitierte im Jahr 2004 und war damit eine von insgesamt nur drei Frauen, die am Campus Virchow Klinikum unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Neuhaus habilitierten, verglichen mit mehr als 30 männlichen Kollegen. Alle drei Frauen haben den kompletten Karriereweg über die fach- und oberärztliche Position bis zur apl. Professur durchlaufen, Frau Prof. Rayes ist jedoch die einzige, die Ihre akademische Karriere an einer Universitätsklinik fortgesetzt hat und immer noch fortsetzt. Seit August 2016 leitet sie den Bereich endokrine Chirurgie an der Klinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Leipzig.
Frau Prof. Rayes ist zudem sehr engagiert in der medizinischen Lehre. Sie selbst ist eine hervorragende Operateurin und beschrieben als eine wunderbare und geduldige Ausbilderin. So kam es, dass sie für den FamSurg-Preis von einer Kollegin vorgeschlagen wurde.
Dass ein solch beispielhafter und vielfältiger Karriereweg in der universitären Chirurgie auch mit einem Familienleben vereinbar ist, zeigt Frau Professorin Rayes mit ihren zwei Kindern. Nach der Geburt ihrer Tochter im Jahr 2002 führte sie nach einer Elternzeit von 12 Monaten ihre Tätigkeiten zunächst wieder in Teilzeit durch, indem sie sich in einem individuellen Konzept eine Vollzeitarbeitsstelle mit einer Kollegin aus ihrer Klinik teilte. Als ihr Sohn 2007 geboren wurde, pausierte sie beruflich 6 Monate und stieg dann 2008 wieder Vollzeit in den Beruf ein.

tl_files/images/NDCH_HH-FamSurg_Preisverleihung.jpgVon Links: Markus Kleemann, Birte Kuhlemann, Nada Rayes - © NDCH e.V.

Dr. Birte Kulemann
Frau Dr. Kulemann absolvierte ihre Facharztausbildung von 2009 bis 2017 an der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie der Albert-Ludwig-Universität Freiburg, wobei sie im Jahre 2011 einen einjährigen Forschungsaufenthalt am Massachusetts General Hospital in Boston verbrachte.
Frau Kulemann arbeitet in Vollzeit als operative Fachärztin für Viszeralchirurgie. Im Juli diesen Jahres hat sie ihre Habilitation an der Universität Freiburg eingereicht.
Frau Dr. Kulemann ist Mutter einer zweijährigen Tochter. Einen Teil der wissenschaftlichen Arbeiten hat sie abgeschlossen, bevor sie Mutter wurde, zwei Publikationen im Mutterschutz und in der Elternzeit fertig gestellt. Frau Kulemann berichtete, dass insbesondere während ihrer Schwangerschaft die Fokussierung auf die Wissenschaft für sie eine gelungene Kompensation für die nicht mehr möglichen Einsätze im OP war. Ihre wichtigste Publikation entstand während dieser Phase.

Wir gratulieren den beiden Preisträgerinnen noch einmal herzlich und wünschen ihnen auch weiterhin viel Erfolg auf ihrem Weg!

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Wir bedanken uns außerdem bei allen Bewerberinnen und wünschen ihnen für ihren weiteren Karriereweg, bei der Balance von Familie und Beruf, alles Gute! Auch bedanken wir uns herzlich bei der Preisjury für die Begutachtung und bei der Firma KARL STORZ für die großzügige Stiftung des Preisgeldes.


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